Unsichtbare Zahnschienen – sogenannte Aligner – sind mittlerweile eine beliebte Alternative zur klassischen Zahnspange. Sie sind durchsichtig, herausnehmbar und ermöglichen eine diskrete Zahnkorrektur im Alltag.
Doch viele Patientinnen und Patienten fragen sich: Wie werden Aligner eigentlich hergestellt und was sollte man darüber wissen?
Ausgangspunkt: Die genaue Planung
Die Basis jeder Aligner-Behandlung ist eine präzise Diagnose und Planung.
- Zunächst wird ein digitaler Abdruck Ihrer Zähne erstellt – meist mittels 3D-Intraoralscanner.
- Auf dieser Grundlage entsteht ein digitales Modell, anhand dessen die gewünschte Zahnbewegung Schritt für Schritt simuliert werden kann.
- So lässt sich vorab sehr genau sehen, wie sich das Lächeln im Laufe der Behandlung verändern wird.
Individuelle Fertigung jeder Schiene
Aligner sind maßgeschneidert – jede Schiene passt exakt zu Ihrem Gebiss in einer bestimmten Behandlungsphase.
- Mithilfe von 3D-Druck werden Modelle der Zähne erstellt, die den jeweiligen Behandlungsfortschritt darstellen.
- Über diese Modelle wird eine dünne, transparente Kunststofffolie tiefgezogen und anschließend passgenau zugeschnitten.
- Jede Schiene wird also speziell für den Patienten und für einen bestimmten Zeitraum hergestellt.
Materialeigenschaften der Aligner
Die eingesetzten Kunststoffe sind:
- Transparent und dadurch nahezu unsichtbar.
- Flexibel, um das Einsetzen und Herausnehmen angenehm zu machen.
- Stabil, damit die Schienen über die Tragedauer von 1–2 Wochen die nötige Kraft auf die Zähne ausüben können.
Die Materialien sind außerdem biokompatibel, also sicher für den Einsatz im Mundraum.
Anzahl der Aligner-Sets
Für eine erfolgreiche Behandlung werden meist mehrere Sets von Alignern benötigt. Jede Schiene bewegt die Zähne nur minimal weiter, bis das gewünschte Endergebnis erreicht ist.
- Je nach Ausgangssituation können es nur wenige Schienen oder auch mehrere Dutzend sein.
- Der Patient trägt jedes Set in der Regel 22 Stunden am Tag und wechselt nach Anweisung – meist alle 7 bis 14 Tage – zum nächsten Paar.
Qualität und Präzision sind entscheidend
Da die Aligner den gesamten Behandlungsplan widerspiegeln, ist die präzise Herstellung von großer Bedeutung. Schon kleinste Abweichungen könnten den Behandlungserfolg gefährden. Deshalb arbeiten Zahnarztpraxen meist mit spezialisierten Laboren und renommierten Herstellern zusammen.
Was Patienten wissen sollten
- Regelmäßige Kontrolle: Auch wenn die Schienen zuhause getragen werden, ist die Kontrolle durch den Zahnarzt oder Kieferorthopäden unerlässlich.
- Pflege: Die Aligner sollten regelmäßig mit Wasser und speziellen Reinigungstabletten gesäubert werden.
- Konsequenz: Nur bei konsequentem Tragen erreichen die Schienen die geplante Wirkung.
Fazit
Die Herstellung von Alignern ist ein hochmodernes Verfahren, das digitale Technik, 3D-Druck und präzise Handarbeit vereint. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: eine diskrete, individuell zugeschnittene Behandlungsmethode, die Schritt für Schritt zum neuen Lächeln führt.